Archiv für Oktober 2008

Einfeleisen erfunden!

Freitag, 03. Oktober 2008

Endlich hat das Zweifeln ein Ende! Menschen wie ich, die früher vom Teig genascht hatten und sich heute mit allerlei Zweifel rumplagen, können endlich aufatmen. Mit dem Einfeleisen lässt sich problemlos aus Zweifeln des Tages eine beruhigende, schlaffördernde Einfalt zubereiten. Der Teig aus den Zweifeln des Tages wird vor dem Schlafengehen angerührt, auf die einzige Hälfte des neuen Einfeleisen gegossen und anschließend einseitig zur großen Einfalt gegart. “Am besten direkt nach den Tagesthemen oder dem heute journal die Zweifel des Tages zum Teig rühren”, empfiehlt der Erfinder des Einfeleisens, “dann schläft man besser ein, kann mit imaginären Freunden sprechen und versteht die Welt am nächsten Morgen viel besser.”  Der Autor hat es gleich ausprobiert und kann die Wirkung des Einfeleisen leider nur bedingt bestätigen. Er hat zwar nach einer ruhigen Nacht mit imaginären Freunden verstanden, dass alles einfach ist und sich deshalb zum Frühstück auch gleich die Bild gekauft. Bei der Lektüre kam dann aber ein übler Brechreiz mit fatalen Folgen…  

Einfeleisen

Einfeleisen

Underwater Love

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Willkommen zur Blauen Stunde.

Gut beschirmt gegen die Widrigkeiten der Welt.
Der Autor weiß, dass diesem Thema keine unmittelbare und drängende Brisanz sowie Relevanz innewohnt.
Er fand nur einfach dieses Bild so schön - blau.

Technologiegeschichte

Mittwoch, 01. Oktober 2008

Berlin. Herbst 2008.

Die Hauptstadt ist erneut der restlichen Welt einen Riesenschritt voraus und wie immer voll auf der Höhe der von ihr selbst definierten Zeitmarke.
Die neueste Attraktion für bildungshungrige Besucher: Der Technologie-Stadtspaziergang.
Ziel ist es, mit einer Art archäologischer Systematik die Überreste der Informationsgesellschaft zu erlaufen. Unter Leitung eines Nerds der ersten Stunde bekommt der Besucher einen tiefen Einblick in die Geschichte Berlins als Speerspitze der hochkomplexen Kommunikationsblabla Geschwafel etc.
Obiges Exponat steht beispielhaft für die Entwicklung der letzten 20 Jahre und nimmt in seiner visionären Umsetzung bereits vieles vorweg, was uns heute selbstverständlich erscheint.
Das Exponat fand sich noch vor nicht allzu langer Zeit an zahlreichen neuralgischen Punkten der Hauptstadt. Die Benutzung war ganz einfach und auch von zufällig vorbeikommenden Passanten ohne weiteres zu bewältigen. Nötig war nichts weiter als ein Lötkolben, ein Modemstecker und etwas Fingerfertigkeit. So konnte sich der begabte Nutzer durch das Zusammenlöten des Steckers mit obig zu erkennendem Breitbandkabel seine persönlichen, öffentlichen Internetzugang schaffen: Wired LAN.
Verblüffend einfach.


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