Archiv für 2008

Wir müssen draußen bleiben

Dienstag, 25. November 2008

Ob sich das bundesweit durchsetzt? Lkw-Fahrer dürfen nicht mehr direkt an der Trinkhalle parken, ja sie dürfen noch nicht einmal vorfahren. So ist es jedenfalls in Hessen, wo sich SPD-Politiker in letzter Zeit häufiger an seltsame Experimente gewagt haben. Wir wissen: Im Westen, in NRW, gehören die Trinkhallen lange schon zur Alltagskultur. Sie sind nicht wegzudenken und genießen - auch bei Lkw-Fahrer - den größten Status, den man sich vorstellen kann. Zurecht.

Pilgerreise

Sonntag, 23. November 2008

Verschiedene Wege

führen uns…

zum Ziel

Pumpe-Düse

Sonntag, 23. November 2008
Pumpe-Düse (Quelle: Bosch)

Pumpe-Düse (Quelle: Bosch)

Wusste nie genau was das ist, Pumpe-Düse? Irgendwas mit modernen Dieselmotoren, sagt man. Es geht um den Einspritzdruck, habe ich gelesen. Verhältnismässig hoher Aufwand, hohe dynamische Belastung, steht bei den Wikipedianern.

Menschliches Herz. GNU Free Documentation License, Autheur: Meul

Menschliches Herz. GNU Free Documentation License, Autheur: Meul

Was hat das mit mir zutun? Mit meinem Leben, mit Ihrem Leben? Das Herz ist eine Pumpe, soviel ist schon mal klar. Und die Düse geht einem, wenn man aufgeregt ist. Zum Beispiel bei dynamischer Herzbelastung anlässig einer neuen Romanze. Das Herz, der alte, belastbare Pumpmuskel bekommt da einiges zu tun. Ganz schöner Aufwand. Verhältnismässig!

Ein Tank voll Frankreich

Dienstag, 18. November 2008

Wahnsinn! In den letzten Tagen wurde ein Super-Tanker vor Somalia gekapert: die Sirius Star. Das im Tanker befindliche Erdöl reicht, um den Tagesbedarf für Frankreich zu decken. Das wirft viele Fragen auf. Z. B.: Wie groß muss ein Tanker sein, dass da die USA reinpassen? Und: was machen die Franzosen, wenn sie einen Tag lang nicht fahren können, weil ihr Erdöl gekapert ist?

Mein Kosmos

Sonntag, 16. November 2008

In der modernen Physik kann die Welt schon sehr gut erklärt werden. Es wurden z. B. kleinste Teilchen entdeckt und nachgewiesen, man weiß viel über Alpha-, Beta- und Gammastrahlen, die aus dem All auf uns abstrahlen, man kennt Paralleluniversen, kennt vier Kräfte (z. B. die Gravitations- oder die Elektromagnetische Kraft) sowie Materie und Antimaterie. Physiker sind also dem Urknall dicht auf den Fersen. Um die Theorien zu beweisen, baut man große Maschinen. Verrückt dabei ist, dass je kleiner die nachzuweisenden Teilchen sind,  je größer die Maschinen sein müssen. Das ist alles ziemlich kompliziert – moderne Physik eben.

Aber was steckt eigentlich hinter diesem ganzen Aufwand?

Letztlich geht es immer um existenzielle Fragen, wie z. B. warum es zum Urknall kam, woher wir kommen und wohin wir gehen, wie das alles miteinander zusammenhängt, ob wir uns das alles nicht bloß einbilden oder warum es überhaupt Menschen gibt.

Dabei ist die Welterklärung gar nichts so schwer. 

Das Ding wurde ja bereits thematisiert. Mein Ausgangspunkt der Welterklärung ist das Nichts, die große Leere. Der Nachweis des Nichts ist sehr einfach und wird durch folgendes Experiment erbracht.

Man leere ein Glas und was bleibt – nichts!

Ein weiters Experiment: man schaut TV und was läuft dort: nichts. Was sich dann einstellt ist eine lange Weile, in der man dieses Nichts spürt. Daher das Wort “Langeweile”.

Die macht angst und unruhig und führt signifikant häufig zu eine Art Explosion der Aktion – man füllt das Glas wieder auf und schaltet einfach um. Das aber sind nichts anderes als kleinere Urknalle. Wir urknallen also, um das Nichts zu überwinden, weil dieser Zustand der Langeweile sehr unbehaglich ist.

Halten wir also fest: wenn es Gott gibt, dann hatte er eine sehr große Langeweile und muss dann in Folge sehr kräftig geurknallt haben.

Welche Kraft wirkt(e) da eigentlich? Es ist die fünfte Kraft, die Ablenkungskraft. Ohne sie würden wir im Nichts verharren und alles wäre nur leer. Gegen Langeweile wirkt nur die Ablenkungskraft. Sie treibt uns und den lieben Gott zum Urknall.

Kommen wir nun zu der Frage, was es mit uns Menschen weiter auf sich hat: Wer sind wir?

Wir sind alle unterschiedlich – bis auf Zwillinge – und das führt dazu, dass wir uns alle in Paralleluniversen bewegen. Einfach gesagt: wir sind alle Parelleluniversen.

Und uns hält die sechste Kraft zusammen, die so genannte „Kommunikation.“ Sie ist intellektuell sehr schwer zu fassen. Um diese Kraft irgendwie zu dokumentieren, hat der Mensch viele Instrumente erfunden, z. B. Sprache und Schrift und wirklich sehr große Medien-Maschinen gebaut, wie z. B. das Buch, Zeitungen oder auch das Internet.  All das sind Medien, die dazu dienen sollen, dass wir unsere Welt mit den anderen Parallelwelten in Beziehung setzen können. Auch hier ist der Zweck gleich wie beim urknallen: nichts ist schlimmer als das Nichts! Ablenkungskraft und Kommunikationskraft wirken hier also zusammen auf uns Parallelwelten ein. Wir tun einiges, um zusammen leere Gläser zu füllen und wieder zu leeren oder um umzuschalten, wenn mal wieder nichts im TV läuft. Ablenken und kommunizieren – Kräfte, die miteinander gut können und dem Ganzen einen Sinn geben (ganz im Gegensatz zur Gravitationskraft -oder warum fällt mir nur alles immer runter?).

Es gibt übrigens verschiedenartige Parallelwelten, die, wie Materie und Antimaterie, Verbindungen eingehen und dann neue, kleine Parallelwelten entstehen lassen. Es gibt auch sehr extreme Parallelwelten, die egoistisch um sich selbst herum kreisen und dabei sogar das Licht aufsaugen. Diese Welten sind wie schwarze Löcher und sollten möglichst weitläufig gemieden werden.

Ähnliche Parallelwelten dagegen ziehen sich an, kommunizieren, indem sie leere Gläser gemeinsam füllen und wieder leeren. Da wird aus dem Nichts schnell mal ein lustiges Gelage. Diese Anhäufung von Universen nennt man dann Galaxien. Alles das strahlt mächtig und kann übrigens sehr gut zur Energieerzeugung genutzt werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Es ist also letztlich doch nicht alles so kompliziert, wie es scheint.

 

 

DINGE

Freitag, 14. November 2008
DINGE

DINGE

Dinge passieren. Einfach so. Gerade war es noch “kein Ding”, jetzt ist es “unabdingbar”. Wenn Dinge passiert sind, dann existieren sie. Sie sind dann manchmal dick, manchmal krumm, selten schön.

Nehmen wir uns eigentlich genug Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen? Nennen wir die Dinge beim Namen oder sind sie für uns doch immer nur Dingsbums oder Dingsda?

Wenn Sie die Dinge ab sofort auch etwas ernster nehmen wollen, treten Sie bitte den “Freunden der unbenannten Dinge” bei und schicken Sie uns eine Mehl unter “Mein Ding”!

Kopflos im Alltag

Dienstag, 11. November 2008

Allen Sympathiekampagnen der Polizei zum Trotz macht sich im Berliner Stadtalltag derzeit ein anderes Bild breit: Der kopflose Polizeibeamte mit großem Maul. Er schluckt Papiere und raucht auch noch die letzten Zigarettenkippen weg. Angst braucht man von ihm allerdings nicht zu haben. Das Ding ist einbeinig und lediglich 1,40 Meter hoch. Respekt sieht anders aus.

Schreibpause

Sonntag, 09. November 2008

Es gibt Momente, da herrscht Schreibpause. Da denken alle nach und fragen sich, was sie bloß schreiben sollen. Ich habe auch eine Schreibpause eingelegt und schreibe nun mal darüber:

Die Schreibpause ist also jetzt gerade vorbei für mich. Also kann ich jetzt auch nicht mehr über die Schreibpause schreiben. Darüber denke ich mal nach und mache erstmal eine Schreibpause. Gar nicht so einfach, da raus zu kommen…

Berliner Trends: Freizeitoasen von morgen

Samstag, 01. November 2008

Die zu erwartenden negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft Berlins und die fortschreitenden Kürzungen in den Budgets des Berliner Senats und der Bezirke erfordern ein Umdenken in der Freizeitgestaltung der hauptstädtischen Bevölkerung. Less is more, Energieverschwendung ist mindestens Mord an der Zukunft unserer Kinder und sexy Armut ist quasi Kernkomptenz Berlins.

Also ist Innovation und Mut zur Lücke angesagt. Das neue Spassbad Invalidenoase (Foto) im Herzen der Hauptstadt ist ein guter Beleg dafür:

  1. nachhaltige Ressourcennutzung (topinnovative Solarenergie sorgt für Wassererwärmung, sobald die Sonne scheint; durch erdnahes luftgefiltertes Regenwasser ist der Invalidenpool ruckzuck planschbereit).
  2. kostenextensives Bereitstellungs- und Erhaltungsmanagement (bei der Erschliessung, Fertigung und Verrotung werden nur 1-Cent-Jobber eingesetzt).
  3. konsequent nachhaltiges Brachendesign (als Erprobungsraum für die schrittweise Re-Naturierung des Tempelhofer Flugfeldes zum Unterjura Regenwald).

Wie gestern kein Senatssprecher mitteilte, ist das Spassbad im oberen Preissegment angesiedelt und richtet sich primär an Elendstouristen, Pornoschwaben und Brandenburger Tagesgäste.

Das Klingelhaus am Walde

Sonntag, 26. Oktober 2008

Klingelingeling!

 

Hallo?

 

Hallo Zwerg mit dem Bier- ich bin’s -der blaue Mülltonnenmann! Lass mich rein, will auch ein kaltes Bier!

Einverstanden - aber ich habe eine Bedingung! Da das Bier noch nicht kalt ist und ich es für Dich noch kühlen muss, tue Folgendes:

Fahre sofort nach Prag und setzte dort am Bahnsteig des Gleises 3 einen Hasen aus, der mit einem Rucksack verwachsen ist. Du kennst ihn, er wohnt über mir im Klingelhaus. Setzte ihn am Rande des Abgrundes aus und komme dann zu mir zurück. In der Zwischenzeit werde ich für Dich ein Bier kühlen.

Sag’s und verschwand im Klingelhaus.

Und so klingelte der blaue Mülltonnenmann also beim Hasen, nahm ihn und zog los gen Prag. Er setzte den Hasen, der mit einem Rucksack verwachsen ist, auf dem Prager Bahnhof aus und platzierte ihn am Rand des Abgrundes.

Er selbst kehrte zurück zum Klingelhaus und bekam sein kaltes Bier.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen sie noch immer dort, im Klingelhaus am Walde, und trinken kaltes Bier. Nur der Hase, der sitzt noch immer in Prag, am Rande des Abgrundes. 

So ist die Welt…


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