Worüber wir sprechen, wenn wir von Werten sprechen

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Dann nehme ich meine qWERTz-Tastatur und … schreibe über Werte! Werte also, jeder führt sie ständig im Munde. Eine Wertedebatte reiht sich an die nächste. Vom Wertekodex über Werteverfall bis hin zu Wertberichtigungen spannt sich der Bogen der täglichen Befeuerung mit scheinbar offensichtlichen Wertmaßstäben. Aber wovon sprechen wir eigentlich wenn wir von Werten sprechen? Eine Annäherung.

Wie sind denn Ihre Werte heute so? Wo liegen denn die Bestwerte in Ihrem persönlichen Wertesystem? Auf welchem Grund stehen Ihre Grundwerte? Das können Sie nicht beantworten? Ach, Sie sind Christ? Auf welcher Bewertungsskala lassen sich eigentlich christliche Werte messen? Wieder nichts? Tja, schade eigentlich.

Wikipedia macht uns auch nicht schlauer: In der substantiellen Verwendung ist ein Wert etwas, von dem behauptet wird, dass es in bestimmter Weise und in einem bestimmten Grad zur äußeren oder inneren Existenzerhaltung eines Lebewesens beiträgt, wobei unter Lebewesen ganz allgemein ein System mit einem Überlebensproblem zu verstehen ist. Das soll ein Wert sein? Na prima. Immerhin wissen wir jetzt, das da erstmal ein Problem existieren muss, damit da auch ein Wert ist. Und was nun? Hat das Leben an sich jetzt einen Wert oder nicht? Und auch einen Mehrwert?

Oscar Wilde schrieb: Heutzutage kennen die Menschen von allem den Preis und von nichts den Wert. Stimmt irgendwie. Preise lassen sich bewerten, zuordnen und vegleichen. Aber Werte? Ist ein Wert einfach da oder muss man ihn künstlich herstellen? Gibt es überhaupt Werte ohne den Menschen? Den Wikipedianern scheint ein Lebeswesen auszureichen. Oder ist der Umgang mit Werten doch in Wahrheit menschenexklusiv?

Nur Menschen können zum Beispiel schöpferisch tätig werden (jaja, schon gut … “ER” kann das auch … aber kommen Sie mir jetzt nicht mit acrylmalenden Elefantendamen). Also nochmal, schöpferisch ist er, der Mensch. Und Wertschöpfung ist ein Vorgang, der neue Werte kreiert. Die sind zunächst neuwertig und leiden später dann unter Wertminderung. Wie ist das dann mit einem werthaltigen Fahrschein, der dann aber entwertet wird und doch dadurch erst wertvoll? Verwirrend das Ganze.

Da der Nutzwert dieses Artikels gerade kurz davor ist die äussersten Marginalien des Existenzberechtigungs-Grenzwertes entlangzuschrabben, bitte ich den geneigten Leser um eine milde Bewertung.

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Eine Antwort zu “Worüber wir sprechen, wenn wir von Werten sprechen”

  1. jorge sagt:

    also, wertlos sind die überlegungen nicht, oder? eine 1 pfennigmünze ist ja weniger wert, als das stück kupfer, auf das man den wert eingeprägt hat. habe ich nie verstanden.
    wertlos ist auch die frage, ob es für mich einen wert hat, dass ich gerade zeit zum schreiben von wertlosen worten investiere.

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