Archiv für 2010
Schwanzlose Hunde
Sonntag, 15. August 2010Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. In Afghanistan bewachen zugelaufene Hunde US-Camps, in den USA sind sie oft Schoßhunde eitler Promi-Girls, in Berlin aber werden sie hergerichtet: in Hundesalons schön gemacht, bis sie zu Wachs erstarren. Ein Hundeleben eben. Wie heißt es so schön in einem albanischen Sprichwort: Ein schwanzloser Hund kann nicht zeigen, dass er sich freut.
Entschleunigtes Indernet
Sonntag, 23. Mai 2010AUTOFAHRER-Traumata
Samstag, 20. Februar 2010MONOTION – laufen dürfen machen wollen.
Mittwoch, 17. Februar 2010
Der tragische, quasi-sysiphonische Held stemmt sich in seiner ganzen Vitalität gegen den sozial und ökonomisch vorgegebenen, strukturellen Rahmen, ohne seinem unverschuldeten Schicksal letztlich entkommen zu können.
Mit seinen virtuos gesetzten, perpetuierenden Schleifen schafft der Filmemacher eine gelungene Metapher für die ebenso lebensfeindliche wie sinnlose Beschaffenheit des modernen, urbanen Lebens. Ihm gelingt somit ein schonungsloser Kommentar zu unserer aktionistischen, leerlaufenden, sich in Wiederholungen und Ritualen erschöpfenden Alltagswelt des beginnenden 3. Jahrtausends. Unterstrichen wird die ganze schicksalhafte Ausweglosigkeit des Protagonisten durch den radikal-brachialen, an die frühen Neubauten erinnernden industrial-soundtrack von “Irreparable Schäden”.
Der Film zwingt uns zur Aktion. Wir können nicht stehen bleiben, denn Musik und Bild treiben uns voran. Was aber steckt dahinter?
Wir können uns dem tieferen Sinn nur nähern, wenn wir eine freud’sche Deutungssicht einnehmen – zu komplex ist die unendlich seiende Motivation des Helden…
Monoton scheint sich der tragische Held diesem ewigen Antreiber, das ES, zu ergeben. Doch HALT: Automatisch ausgelöst durch eine antizipierte Belohnung durch das über der Szene schwebende - “Über-Ich” sorgt dieses für eine Gesundung des eigentlichen ICHs. Gefahr droht diesem nur noch durch die Farbe ROT – dieser ewige imaginäre und unsichtbare Antagonist. Eine Fortsetzung scheint also geplant…
Dem Trend auf der Spur
Dienstag, 09. Februar 2010Endlich ist es gelungen, dem Trend auf die Spur zu kommen. Bagger und Disko - Disko und Bagger. Wo ist denn da der Trend? Der Trend ist da, wo man seinen Bagger parken kann. Hier ginge es - Platz ist vorhanden. Ist also hip, der Club. Der Fahrer will nicht weit laufen müssen.
Daraus folgt leider: Weekend, Berghain, Bang Bang - Schnee von gestern. Entscheidend ist, ob man mit dem Bagger dort auch vorfahren kann. Reicht der Platz zum Vorfahren vor’m Weekend? Vor’m Berghain? Vor’m Bang Bang? Eben!
Aber woher kommt dieser Trend? Kommt dem Trend auf die Spur! Und seht/hört selbst - woher der kommt, dieser Trend…
Sonntag, 07. Februar 2010
iPotzblitz . Steve Jobs´ neuester Geniestreich enttarnt!
Vergesst iPhone, iPad und den ganzen Hightech-Kram. Das neueste Gadget aus Cupertino stellt alle bisherigen Erfindungen des Konzern mit dem Apfellogo in den Schatten.
Es überzeugt durch eine bislang nicht gekannte Radikalität und Reduktion. “Reduce to the mac” könnte das neue Motto der Kalifornier sein.
Design, Benutzerführung und Funktionalität setzen neue Maßstäbe in Sachen Einfachheit.
Die Fans werden es lieben, die Kritiker werden verstummen und die Aktienmärkte werden jubeln.
Lassen wir uns begeistern.
iLighter - so einfach kann das sein!
trrrräster lähren,waaasssser füllen–Sklaven des Aromas by M.G.
Dienstag, 26. Januar 2010Die Null muss gehen
Sonntag, 10. Januar 2010Die Nuller-Jahre, das erste Jahrzehnt des 3. Jahrtausends sind Geschichte. Wie ist es uns ergangen? Waren es fette Jahre oder war es doch eine “lost decade”? Um das Jahrzehnt abschliessend in seinem jeweiligen globalen, nationalen, regionalen oder lokalen sozioökonomischen Kontext zu beurteilen, ist es doch noch etwas früh.
Aber was ist uns selbst alles so passiert? Kann man den Erfolg oder Mißerfolg einer Dekade mit Zahlen und Fakten belegen? Was habe ich verloren, was habe ich gewonnen? Ein sehr persönliches Resümee …
Meine Verluste
- einige Freunde
- einige Jobs
- 2 Zähne
- 328.500 Haare
- 36.500.000 Gehirnzellen
- 50+ kg Gewicht
- meinen Vater
Meine Gewinne
- wenige Freunde
- einige Jobs
- 5 Plomben
- viel Menschenkenntnis
- etwas Wissen
- wenige Fähigkeiten
Fazit
Bei nüchterner Betrachtung ist mein Ergebnis klar: die Null muss gehen und das ist auch gut so. Doch was ist eigentlich mit Ihnen? Machen Sie den Test! Nehmen Sie sich ein paar Minuten und stellen Sie auf, was Ihnen verlustig gegangen ist in der Nuller-Dekade und was Sie zugewonnen haben! You’ll be surprised!









