Archiv für 2011

Günther for President

Dienstag, 06. Dezember 2011

Wer hätte das gedacht. Niemand, noch nicht einmal Günther Jauch will “Wetten, dass…?” moderieren. Da haben wir ein besseres Jobangebot für den Günther in diesen doch so aufregenden Zeiten: Er kann DFB-Präsident werden. Geübt hat er ja schon beim Fußball, der liebe Günther. Den Torbruch im Santiago-Bernabeu-Stadion hat er zusammen mit Marcel Reif meisterhaft kommentiert. Ein wahres Traumgespann. Vielleicht auch für den DFB? Günther quasi als Torwächter und Marcel als Abräumer vor dem Kasten. Was für ein Team. Denn Günther ist überparteiisch und unbestechlich. Auf keiner Tribüne wurde er mit Fanschal gesichtet. Eine Lieblingsmannschaft ist nicht bekannt. Und die beste Voraussetzung, Nachfolger von Theo Zwanziger zu werden? Als besonders sportlich ist er bislang nicht in Erscheinung getreten.

Ode an die Schilder

Montag, 28. November 2011
werden sein

werden sein

WERDEN.

wie schön, wenn wir etwas WERDEN.

WERDEN wir etwas, dann sind wir.

wir sind zum beispiel verwirrt.

gut, dass es dann schilder gibt,

die unsere verwirrung beseitigen

und nach WERDEN führen.

dort, im WERDEN, liegt dann das SEIN

an der ersatzhaltestelle können wir schließlich SEIN,

uns gemütlich hinsetzen und dann WARTEN

wir warten dann wieder auf’s WERDEN

danke, liebe schilder, dass ihr uns den weg weist!

werden-sein-warten-werden-sein-warten: mehr Schilder auf die Straßen!

Vom Festhalten im fluiden Leben

Sonntag, 02. Oktober 2011

War unlängst mit Freunden unterwegs. War funspass, war old times, war kurzmomentig großartig. Das musste man natürlich sofort fotografieren, abbilden, festmachen. Und dann sozial publizieren, vernetzwerken und somit unsere gemeinsamen Erinnerungsfragmente quasi globalisieren und universell zugänglich und verfügbar machen. Auf dem Rechner, auf Arbeit, im Urlaub, im ach so smart-Phone überall und jederzeit. Super eigentlich.

Denn so hat man die Vergangenheit immer dabei. Natürlich nur die Highlights, das aus dem Rahmen gefallene, das Herausragende. Immer wieder, immer irgendwie auch gleich, letztlich so eine Art gesammelte Nachspeisen ohne Hauptgänge.  Was nämlich nicht festgehalten wird, wird damit gleich grauschleirig und unwichtig. Und ist in dem Moment schon vergangen und verflüchtigt wo es passiert, fließt ins Ungefähre, ins Vergessen, also ins Nirvana …

Doch immerhin bleibt somit eine Art “Best of”-Version des eigenen Lebens erhalten. Immer abrufbar, auf Knopfdruck … äh Quatsch auf touchpoint. Aber Moment mal. Ist das so? Halten wir die Momente, die uns wichtig sind tatsächlich fest, indem wir sie einfrieren, Pixel für Pixel? Funktioniert das wirklich?

Kaum. Der Versuch des Festhaltens an sich löst uns bereits von der momentanen Einmaligkeit. Der Moment wird somit instrumentalisiert. Der Augenblick wird nicht mehr gelebt sondern in seiner Reproduzierbarkeit einer Art “Memory Lane … weisst Du noch damals”-Funktion unterworfen. Das Paradoxon: gerade weil wir Momente festhalten, vereinnahmen und ewig gültig machen wollen, verflüchtigen sie sich schon im selben Augenblick, weil nicht der unique Moment sondern seine letztlich austauschbare Anwendung als programmatische Erinnerungseinheit alles auratische, schwer greifbare und letztlich Entscheidende am Moment vernichtet.

Erinnerungsfabriken wie Facebook oder Youtube ermöglichen zwar scheinbar eine unendliche Speicherung der Höhepunkte des Selbsterlebten. In Wahrheit nivellieren sie jedoch das unique Erleben und machen unser Erlebtes austauschbar. Man muss sich nur einmal durch die sozialen Netzwerke klicken um festzustellen, wie wenig Eigenständiges, Unvergleichbares und über sich selbst hinaus Gültiges dort anzutreffen ist.

Diese Kulturkritik wurde nicht gesponsored von der Aktion Maschinenstürmer 2.0

Nato stellt Gaddafi-Waffen sicher

Donnerstag, 02. Juni 2011

Dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ist es noch immer nicht gelungen, Rebellenstützpunkte in seinem Land einzunehmen. Bislang noch unveröffentlichte Nato-Bilder aus Misrata bringen jetzt Licht ins Dunkel, warum Gaddafis Truppen offenbar so erfolglos sind. Die Nato konnte diese Wasser-Maschinenpistolen (siehe oben) sícherstellen, die Gaddafi wahrscheinlich vom israelischen Geheimdienst gekauft hatte. Es sind Maschinenpistolen OHNE Wasser. Wie es heißt, hat der Diktator das Missgeschick noch nicht bemerkt, so dass der offensichtliche Umsturz nicht mehr lange dauern dürfte.

Junge Gänse

Mittwoch, 09. Februar 2011

Es ist Frühling. Mutmaßlich. Denn er naht. Die Gans hat das Weihnachtsfest überlebt. Sie geht in ein neues, lebensfrohes Jahr. Wir schauen mit Frohsinn auf sie. Wird sie ihr Kleid wieder so wunderschön pflegen wie im vergangenen Jahr? Wirf Dich ins Zeug, mag man ihr zurufen. Sei wachsam! Sei schnell! Pass auf Dich auf! Denn nicht nur der Hund, auch der Fuchs freut sich auf den Frühling.


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