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Ich bin raus!

Donnerstag, 04. September 2008

WHAAM, die “Wir Hassen ALLES Am Meisten”-Kolumne auf SKB!

Heute: “Ich bin raus!”

Es ist ohnehin selten ein Vergnügen, sich in Berlin von A nach B zu bewegen. Völlig unabhängig davon ob man mit dem PKW (Dauerstau, zu Zeiten Mompers schon eingerichtete Endlosbaustellen, Problemfahrer) oder mit dem Rad (Todeskante Strassenbahnschiene, Fussgängerslalom auf Radspur, Ampelphasen mit Rotgarantie) oder eben dem ÖPNV unterwegs ist.

Hier sind es besonders die olfaktorischen Eindrücke in der S-Bahn (individuelles MischMasch aus Verwesungs-, Jahrhundertschweiss- und Erbrochenemgestank) und die “Wir spielen heute die Flucht aus Schlesien Januar 45″-Gedränge in der “STOSS”!!!-zeit mit zurecht übellauigen Fahrgästen, die sich ständig bei Be- und Entschleunigung der U-Bahn auf die Füsse treten und dann gerne an exponierten Körperteilen ihrer Mitmenschen festhalten, welche jede Nahverkehrsfahrt zu einer Folterolympiade machen.

Doch wer denkt, beim Ausstieg ist dann auch alles vorbei, der irrt! Denn jetzt kommt die Zeit der STEHENBLEIBER. Ein Schritt vor die Wagentür … und dann kommt lange Nichts. Kein anderer Fahrgast kommt vorbei, kein anderer kann also auch rauskommen … für gefühlte zweieinhalb Minuten.

Es gilt drei Typen zu unterscheiden:

1. Orientierungslose
Anzeichen: Hektisches Kopfhinundherwenden
Verbreitung: Urbanes, touristisches Zentrum
Abhilfe: ungefragtes Mitnehmen zum Zielort (muss ja nicht ihrer sein)

2. Durchatmer
Anzeichen: nehmen erst mal ganz entspannt ein paar tiefe Züge Frischluft ein
Verbreitung: in ganz Berlin lokal endemisch
Abhilfe: die auf Berliner Bahnhöfen immer griffbereiten Penner einfach mal spontan mit den Durchatmern auf Tuchfühlung bringen

3. Gruppenreisende
Anzeichen: egal ob Kegelclub “Fette Schnecke” oder anglo-americano-australische “binge drinking kids” - es steigt immer erst eine Vorhut aus, dreht sich noch im Aussteigen um und lotst gestenreich aber in Zzzzeeeeeiiiitttlluuuuuuuupe den Resttrupp aus der Bahn
Verbreitung: Szenekieze mit Strahlkraft
Abhilfe: hier hilft nur rechtzeitiger Wagenwechsel

Business-Idee #1: Orientierungskurse für Stehenbleiber

D…schlaaaaaaaaaand bei Olympia, SIEGENmachen auf germanisch

Samstag, 23. August 2008
SCHIESSEN REITEN STECHEN MEDAILLEN

WHAAM, die “Wir Hassen ALLES Am Meisten”-Kolumne auf SKB!

Heute: “D…schlaaaaaaaaaand bei Olympia, SIEGENmachen auf germanisch”

soso, da haben wir Teutonen ja wiedermal die sexyesten Medaillen in Peking geholt: MILITARY, SYNCHRONspringen, DRESSURreiten und jetzt also auch noch “Moderner FünfKAMPF”, der ungefähr so modern ist wie Satisfaktionsduelle im Morgengrauen, Herrengamaschen oder die Sütterlinschrift. Jetzt sollten nur noch STRAMMstehen, ScheitelZIEHEN, BLITZkriegen, HackenKNALLEN, RECHThaben, BESSERwissen und MÜLLtrennen olympisch werden, dann können wir die Tommies auch endlich wieder im Medaillenspiegel hinter uns lassen.

I’ve got Georgia on my mind

Montag, 11. August 2008

Wer gerade ein bisschen Zeit hat und wem die olympischen Extremechtzeit-Liveticker der Sportportale oder die “Breaking News from Caucasus”-Stakkatos der globalen Nachrichtensender immernoch zu sehr “nur dabei” und zuwenig “mittendrin” sind, der kann sich jetzt ein sorgfältig ausgewähltes (wirkliches!!!) Last Minute-Angebot für einen finalen Spontantrip in die zurzeit vielbereiste Republik Georgien schnappen.

Mehr Schnäppchen war nie! Wer jetzt bucht, bekommt vielleicht schon den Zinksarg zum Rückflug gratis dazu. Das könnte bei einer 4-köpfigen Familie mehrere tausend Euro sparen. Es geht aber noch billiger: russische Veranstalter bieten den Trip sogar seit ein paar Tagen ganz umsonst an, allerdings sollte man über eine gewisse Kampferfahrung verfügen, mit Schusswaffen aller Art gut vertraut und nicht zu zimperlich im Umgang mit selbigen sein.

Brötchen ohne Unterlaib - überall ist oben

Mittwoch, 30. Juli 2008

Ja, richtig. In Wahrheit sind das die beiden oberen Brötchenhälften zweier Brötchen.

Nur noch die obere Hälfte, ist das ein futuristischer Ausblick auf die dann vollends auf den Kopf gestellte Bevölkerungspyramide des Schwellenlands Deutschland? Oder ein Verweis auf die libidofeindliche Lebenswirklichkeit des modernen, arbeitsgeteilten Kopfmenschen? Mitnichten, hier geht es um viel mehr: das gute, alte Brötchen wird revolutioniert. Die Unterhälfte wurde entbehrlich (quasi margarinisiert) und jetzt ist sie ganz futsch. Wir verdanken diese Erfindung der Doppelspitze unter den Backstücken einer im Personalbereich freiberufelnden Niedersächsin aus dem überschaubar schönen Edemissen (Kreis Peine): jawohl, die revolutionäre Supersemmel ist geboren!

Halbschlafgespräche mit der besseren (oberen?) Hälfte haben jetzt - “Göttin sei dank” wie viele zugetextete Morgenmuffel, gernzeitungslesende Ehemänner und Lebensabschnittsübergangspartner finden werden - noch ein Thema weniger am Frühstückstisch: “Die letzte Oberhälfte gehört mir!” “Ich esse NIEMALS mein sauerverdientes Nutellabrötchen mit der profanen Schrippenunterseite!!” “Beim Sex bin ich doch auch oben!!!” und wie die quergemütslaunigen Verbalverpuffungen noch so lauteten - vorbei, verjährt und bald vergessen.

Jetzt ist überall oben, das Ende der morgendlichen Hierachien ist eingeläutet. Nachdem bislang die skandinavische Lösung (Knäcke) als extrem flachhierarchisches Modell weltweiten Erfolg verbuchen durfte, kommt jetzt also die “Haute Baguette” in den Brotkorb. Ganz standesgemäß frohlockt Erfinderin Martina Wrede unter anderem in der Allgemeinen BäckerZeitung: „Für mich ist das auch ein Lebensgefühl, nur Oberhälften zu essen” Jaha, das hört sich doch gleich nach Golfclub, Trendsportwagen und alpinem Zweitsommerwohnsitz an. Das Brötchen als Lifestyle-Accessoire bald auch in anthrazitschwarz (zu lang im Ofen) oder smaragdgrün (zu lang im Brotkorb)

Wenn überall nur oben ist und auf das Unten ganz verzichtet wird, wo bleibt da eigentlich die Mitte? Die geht natürlich in die Extreme!

Aber egal ob mit oder ohne untere Hälfte, eines gilt natürlich immer:
Sonntags keine Brötchen!

2. Deutsches Fernsehen und 2. Weltkrieg - gespenstische Parallelen

Freitag, 06. Juni 2008

Mit dem zweiten ...

BEIDE begannen in Deutschland.
BEIDE hatten / haben als Kernzielgruppe die “Generation Versailles”.
BEIDE verursachen verheerende Schäden für Deutschlands Reputation (Oradour-sur-Glane, ZDF Magazin)
BEIDE folgen einem in Anspruch und Bedeutung nicht vergleichbarem Vorgänger.
BEIDE sind der “Generation iPod” nur vom Hörensagen bekannt.
BEIDE sichern den Lebensunterhalt von Guido Knopp.

Beste Duette

Freitag, 06. Juni 2008

Nick Cave and Kate Pierson
PJ Harvey and Thom Yorke
Harold and Maude
Manfred Kaltz und Horst Hrubesch („Manni Bananenflanke, ich Kopf. Tor!“)
Plisch und Plum (66-69)

zwei

Freitag, 06. Juni 2008

zwei
zwei ge
zwei ge danken
beim danken immer zwei
zwei nasen tanken super
zwei ge tanken wasser
wasser h zwei null
zwei punkt null
zwei


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