Autorenarchiv
Günther for President
Dienstag, 06. Dezember 2011Wer hätte das gedacht. Niemand, noch nicht einmal Günther Jauch will “Wetten, dass…?” moderieren. Da haben wir ein besseres Jobangebot für den Günther in diesen doch so aufregenden Zeiten: Er kann DFB-Präsident werden. Geübt hat er ja schon beim Fußball, der liebe Günther. Den Torbruch im Santiago-Bernabeu-Stadion hat er zusammen mit Marcel Reif meisterhaft kommentiert. Ein wahres Traumgespann. Vielleicht auch für den DFB? Günther quasi als Torwächter und Marcel als Abräumer vor dem Kasten. Was für ein Team. Denn Günther ist überparteiisch und unbestechlich. Auf keiner Tribüne wurde er mit Fanschal gesichtet. Eine Lieblingsmannschaft ist nicht bekannt. Und die beste Voraussetzung, Nachfolger von Theo Zwanziger zu werden? Als besonders sportlich ist er bislang nicht in Erscheinung getreten.
Nato stellt Gaddafi-Waffen sicher
Donnerstag, 02. Juni 2011Dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ist es noch immer nicht gelungen, Rebellenstützpunkte in seinem Land einzunehmen. Bislang noch unveröffentlichte Nato-Bilder aus Misrata bringen jetzt Licht ins Dunkel, warum Gaddafis Truppen offenbar so erfolglos sind. Die Nato konnte diese Wasser-Maschinenpistolen (siehe oben) sícherstellen, die Gaddafi wahrscheinlich vom israelischen Geheimdienst gekauft hatte. Es sind Maschinenpistolen OHNE Wasser. Wie es heißt, hat der Diktator das Missgeschick noch nicht bemerkt, so dass der offensichtliche Umsturz nicht mehr lange dauern dürfte.
Junge Gänse
Mittwoch, 09. Februar 2011Es ist Frühling. Mutmaßlich. Denn er naht. Die Gans hat das Weihnachtsfest überlebt. Sie geht in ein neues, lebensfrohes Jahr. Wir schauen mit Frohsinn auf sie. Wird sie ihr Kleid wieder so wunderschön pflegen wie im vergangenen Jahr? Wirf Dich ins Zeug, mag man ihr zurufen. Sei wachsam! Sei schnell! Pass auf Dich auf! Denn nicht nur der Hund, auch der Fuchs freut sich auf den Frühling.
Schwanzlose Hunde
Sonntag, 15. August 2010Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. In Afghanistan bewachen zugelaufene Hunde US-Camps, in den USA sind sie oft Schoßhunde eitler Promi-Girls, in Berlin aber werden sie hergerichtet: in Hundesalons schön gemacht, bis sie zu Wachs erstarren. Ein Hundeleben eben. Wie heißt es so schön in einem albanischen Sprichwort: Ein schwanzloser Hund kann nicht zeigen, dass er sich freut.
AUTOFAHRER-Traumata
Samstag, 20. Februar 2010Rotwein hilf!
Dienstag, 03. November 2009Die Schweinegrippe epidemiert. Ja, selbst die normale Grippe hat uns fest im Griff. Wer sich am Arbeitsplatz umschaut, sieht überall leere Stühle. Krankmeldungen über Krankmeldungen verschrecken die Bürochefs. Da macht uns eine Meldung aus dem Weingau Rheinland-Pfalz wieder Hoffnung: In 100.000 Flaschen argentinischen Rotweins der Marke “Villa Atuel 2008 San Rafael, Syrah Merlot, Argentina” wurden jetzt Antibiotika entdeckt. Es handelt sich offenbar um die Substanz Natamycin, gegen die kein Pilz gewachsen ist. Eine sensationelle Entdeckung. Können wir etwa künftig mit Rotwein heilen?, dürfte sich auch das für Grippeepidemien zuständige Berliner Robert-Koch-Institut fragen. Jedenfalls haben Forscher herausgefunden, dass keine Gesundheitsgefahr von dem Wein ausgeht. Dafür ist aber auch die heilende Wirkung durch den Alkohol etwas gemindert. Wir meinen trotzdem: Dieser Wein muss auf den Krankentisch!
Bildungs-Krise! Gelöst!
Mittwoch, 09. September 2009Die Misere des deutschen Bildungswesens ist offenbar unabwendbar. Nur diie Türkei, Slowakei, Spanien und Irland geben weniger für Bildung aus. Das ist ein niederschmetterndes Zeugnis politischer Handlungsunfähigkeit. Anstatt Sprüche zu klopfen und immer mehr Geld für Kitas, Schulen und Universitäten zu versprechen, sollten die Länder endlich handeln. In Berlin gehen einige Schulen schon selbst mit innovativen Ideen voran. Einen Beweis lieferte eine Bildungseinrichtung in Tiergarten bei der Einschulung am Sonnabend.
Das gängige ABC ist out - und wird teilweise durch neue Buchstaben des Alphabets ersetzt. Motto: Wenn die Politik nicht zu Potte kommt, machen wir unsere Veränderungen selbst. Ob das umgedrehte C sich allerdings durchsetzen kann, wird der nächste Bildungsgipfel zeigen.
Das erste Zwitschern
Mittwoch, 29. Juli 2009Überflüssig, propagandistisch, gefährlich - so wird Twitter von seinen Kritikern gesehen. In der Tat ist vieles, was sich dort findet, einfach unnötig und belanglos. Allerdings saß ich während der Tour de France doch recht gebannt vor den Beiträgen von Lance Armstrong und Levi Leipheimer, die die jeweiligen Etappen kommentierten. Dabei hat diese Form der einseitigen Kommunikation, vor allem wenn man sich kritischen Fragen ansonsten verweigert, schon die Form von AgitProp.
Verrückt sind die Einträge von Else Buschheuer und Comedian Michael Kessler, die aber immerhin leidenschaftlich am Zwitschern festhalten und offenbar gar nicht mehr aufhören können. Von unserer politischen Elite twittern ja nur wenige, der Rest ist Fake: Müntefering, Pofalla, Gysi. Spaßvögel verbergen sich dahinter. Der größte Komiker allerdings verbirgt sich hinter dem Namen Lothar Matthäus. So schlicht ist nicht einmal der wahre Lothar. Oder doch?!
Eine Frage des Selbstbewusstseins
Freitag, 10. Juli 2009Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat schwer gelitten. Der Irak-Krieg des US-Präsidenten George W. Bush war ein tiefer Einschnitt. Und auch jetzt unter dem neuen Präsidenten sieht es nicht wirklich nach einem Neuanfang aus, wenn sich die Amerikaner eher dem Stil des französischen Präsidenten und seiner Gattin Carla Bruni annähern. Da ist es gut, wenn wir wenigstens in einigen Wirtschaftszweigen den “deutsch-amerikanischen Styl” noch immer hochhalten. Stil ist ja immer auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Neue Kleider, neue Hosen, neue Anzüge, neue Nägel. Wenn unser Verhältnis zu Amerika verbessert werden soll, darf uns eine solche Anschaffung nicht zu schade sein.










