Archiv für die Kategorie ‘Aufgedeckt’

Vom Festhalten im fluiden Leben

Sonntag, 02. Oktober 2011

War unlängst mit Freunden unterwegs. War funspass, war old times, war kurzmomentig großartig. Das musste man natürlich sofort fotografieren, abbilden, festmachen. Und dann sozial publizieren, vernetzwerken und somit unsere gemeinsamen Erinnerungsfragmente quasi globalisieren und universell zugänglich und verfügbar machen. Auf dem Rechner, auf Arbeit, im Urlaub, im ach so smart-Phone überall und jederzeit. Super eigentlich.

Denn so hat man die Vergangenheit immer dabei. Natürlich nur die Highlights, das aus dem Rahmen gefallene, das Herausragende. Immer wieder, immer irgendwie auch gleich, letztlich so eine Art gesammelte Nachspeisen ohne Hauptgänge.  Was nämlich nicht festgehalten wird, wird damit gleich grauschleirig und unwichtig. Und ist in dem Moment schon vergangen und verflüchtigt wo es passiert, fließt ins Ungefähre, ins Vergessen, also ins Nirvana …

Doch immerhin bleibt somit eine Art “Best of”-Version des eigenen Lebens erhalten. Immer abrufbar, auf Knopfdruck … äh Quatsch auf touchpoint. Aber Moment mal. Ist das so? Halten wir die Momente, die uns wichtig sind tatsächlich fest, indem wir sie einfrieren, Pixel für Pixel? Funktioniert das wirklich?

Kaum. Der Versuch des Festhaltens an sich löst uns bereits von der momentanen Einmaligkeit. Der Moment wird somit instrumentalisiert. Der Augenblick wird nicht mehr gelebt sondern in seiner Reproduzierbarkeit einer Art “Memory Lane … weisst Du noch damals”-Funktion unterworfen. Das Paradoxon: gerade weil wir Momente festhalten, vereinnahmen und ewig gültig machen wollen, verflüchtigen sie sich schon im selben Augenblick, weil nicht der unique Moment sondern seine letztlich austauschbare Anwendung als programmatische Erinnerungseinheit alles auratische, schwer greifbare und letztlich Entscheidende am Moment vernichtet.

Erinnerungsfabriken wie Facebook oder Youtube ermöglichen zwar scheinbar eine unendliche Speicherung der Höhepunkte des Selbsterlebten. In Wahrheit nivellieren sie jedoch das unique Erleben und machen unser Erlebtes austauschbar. Man muss sich nur einmal durch die sozialen Netzwerke klicken um festzustellen, wie wenig Eigenständiges, Unvergleichbares und über sich selbst hinaus Gültiges dort anzutreffen ist.

Diese Kulturkritik wurde nicht gesponsored von der Aktion Maschinenstürmer 2.0

Nato stellt Gaddafi-Waffen sicher

Donnerstag, 02. Juni 2011

Dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ist es noch immer nicht gelungen, Rebellenstützpunkte in seinem Land einzunehmen. Bislang noch unveröffentlichte Nato-Bilder aus Misrata bringen jetzt Licht ins Dunkel, warum Gaddafis Truppen offenbar so erfolglos sind. Die Nato konnte diese Wasser-Maschinenpistolen (siehe oben) sícherstellen, die Gaddafi wahrscheinlich vom israelischen Geheimdienst gekauft hatte. Es sind Maschinenpistolen OHNE Wasser. Wie es heißt, hat der Diktator das Missgeschick noch nicht bemerkt, so dass der offensichtliche Umsturz nicht mehr lange dauern dürfte.

Junge Gänse

Mittwoch, 09. Februar 2011

Es ist Frühling. Mutmaßlich. Denn er naht. Die Gans hat das Weihnachtsfest überlebt. Sie geht in ein neues, lebensfrohes Jahr. Wir schauen mit Frohsinn auf sie. Wird sie ihr Kleid wieder so wunderschön pflegen wie im vergangenen Jahr? Wirf Dich ins Zeug, mag man ihr zurufen. Sei wachsam! Sei schnell! Pass auf Dich auf! Denn nicht nur der Hund, auch der Fuchs freut sich auf den Frühling.

Immer weniger Rücksicht auf dieser Welt…

Sonntag, 24. Oktober 2010

Verkehrsrowdys

Schwanzlose Hunde

Sonntag, 15. August 2010

Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. In Afghanistan bewachen zugelaufene Hunde US-Camps, in den USA sind sie oft Schoßhunde eitler Promi-Girls, in Berlin aber werden sie hergerichtet: in Hundesalons schön gemacht, bis sie zu Wachs erstarren. Ein Hundeleben eben. Wie heißt es so schön in einem albanischen Sprichwort: Ein schwanzloser Hund kann nicht zeigen, dass er sich freut.

Entschleunigtes Indernet

Sonntag, 23. Mai 2010

Einfach mal nichts schreiben. Mal in sich hinein schauen, anstatt was für alle heraus bloggen. Ruhe. Funkstille bei Sonntags keine Brötchen - Gaaaanz bewusst, entspannt, entschleunigt.

So, nun Ende des Blogs. Muss gleich meine neue Asana üben.

Ooooohhhhhmmmmm!

Ooooohhhhhmmmmm!

MONOTION – laufen dürfen machen wollen.

Mittwoch, 17. Februar 2010
YouTube Preview Image

Der tragische, quasi-sysiphonische Held stemmt sich in seiner ganzen Vitalität gegen den sozial und ökonomisch vorgegebenen, strukturellen Rahmen, ohne seinem unverschuldeten Schicksal letztlich entkommen zu können.

Mit seinen virtuos gesetzten, perpetuierenden Schleifen schafft der Filmemacher eine gelungene Metapher für die ebenso lebensfeindliche wie sinnlose Beschaffenheit des modernen, urbanen Lebens.  Ihm gelingt somit ein schonungsloser Kommentar zu unserer aktionistischen, leerlaufenden, sich in Wiederholungen und Ritualen erschöpfenden Alltagswelt des beginnenden 3. Jahrtausends. Unterstrichen wird die ganze schicksalhafte Ausweglosigkeit des Protagonisten durch den radikal-brachialen, an die frühen Neubauten erinnernden industrial-soundtrack von  “Irreparable Schäden”.

Der Film zwingt uns zur Aktion. Wir können nicht stehen bleiben, denn Musik und Bild treiben uns voran. Was aber steckt dahinter?

Wir können uns dem tieferen Sinn nur nähern, wenn wir eine freud’sche Deutungssicht einnehmen – zu komplex ist die unendlich seiende Motivation des Helden…
Monoton scheint sich der tragische Held diesem ewigen Antreiber, das ES, zu ergeben. Doch HALT: Automatisch ausgelöst durch eine antizipierte Belohnung durch das über der Szene schwebende - “Über-Ich” sorgt dieses für eine Gesundung des eigentlichen ICHs. Gefahr droht diesem nur noch durch die Farbe ROT – dieser ewige imaginäre und unsichtbare Antagonist. Eine Fortsetzung scheint also geplant…

Dem Trend auf der Spur

Dienstag, 09. Februar 2010

Endlich ist es gelungen, dem Trend auf die Spur zu kommen. Bagger und Disko - Disko und Bagger. Wo ist denn da der Trend? Der Trend ist da, wo man seinen Bagger parken kann. Hier ginge es - Platz ist vorhanden. Ist also hip, der Club. Der Fahrer will nicht weit laufen müssen.

Daraus folgt leider: Weekend, Berghain, Bang Bang - Schnee von gestern. Entscheidend ist, ob man mit dem Bagger dort auch vorfahren kann. Reicht der Platz zum Vorfahren vor’m Weekend? Vor’m Berghain? Vor’m Bang Bang? Eben!

Aber woher kommt dieser Trend? Kommt dem Trend auf die Spur! Und seht/hört selbst - woher der kommt, dieser Trend…

index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=59693284

Sonntag, 07. Februar 2010

iPotzblitz . Steve Jobs´ neuester Geniestreich enttarnt!

Vergesst iPhone, iPad und den ganzen Hightech-Kram. Das neueste Gadget aus Cupertino stellt alle bisherigen Erfindungen des Konzern mit dem Apfellogo in den Schatten.

Es überzeugt durch eine bislang nicht gekannte Radikalität und Reduktion. “Reduce to the mac” könnte das neue Motto der Kalifornier sein.

Design, Benutzerführung und Funktionalität setzen neue Maßstäbe in Sachen Einfachheit.

Die Fans werden es lieben, die Kritiker werden verstummen und die Aktienmärkte werden jubeln.

Lassen wir uns begeistern.

iLighter - so einfach kann das sein!

Die Null muss gehen

Sonntag, 10. Januar 2010
Die Null muss gehen

Die Null muss gehen

Die Nuller-Jahre, das erste Jahrzehnt des 3. Jahrtausends sind Geschichte. Wie ist es uns ergangen? Waren es fette Jahre oder war es doch eine “lost decade”? Um das Jahrzehnt abschliessend in seinem jeweiligen globalen, nationalen, regionalen oder lokalen sozioökonomischen Kontext zu beurteilen, ist es doch noch etwas früh.

Aber was ist uns selbst alles so passiert? Kann man den Erfolg oder Mißerfolg einer Dekade mit Zahlen und Fakten belegen? Was habe ich verloren, was habe ich gewonnen? Ein sehr persönliches Resümee …

Meine Verluste

  • einige Freunde
  • einige Jobs
  • 2 Zähne
  • 328.500 Haare
  • 36.500.000 Gehirnzellen
  • 50+ kg Gewicht
  • meinen Vater

Meine Gewinne

  • wenige Freunde
  • einige Jobs
  • 5 Plomben
  • viel Menschenkenntnis
  • etwas Wissen
  • wenige Fähigkeiten

Fazit
Bei nüchterner Betrachtung ist mein Ergebnis klar: die Null muss gehen und das ist auch gut so. Doch was ist eigentlich mit Ihnen? Machen Sie den Test! Nehmen Sie sich ein paar Minuten und stellen Sie auf, was Ihnen verlustig gegangen ist in der Nuller-Dekade und was Sie zugewonnen haben! You’ll be surprised!


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