Archiv für die Kategorie ‘Krümel’
Underwater Love
Donnerstag, 02. Oktober 2008Technologiegeschichte
Mittwoch, 01. Oktober 2008Berlin. Herbst 2008.
Die Hauptstadt ist erneut der restlichen Welt einen Riesenschritt voraus und wie immer voll auf der Höhe der von ihr selbst definierten Zeitmarke.
Die neueste Attraktion für bildungshungrige Besucher: Der Technologie-Stadtspaziergang.
Ziel ist es, mit einer Art archäologischer Systematik die Überreste der Informationsgesellschaft zu erlaufen. Unter Leitung eines Nerds der ersten Stunde bekommt der Besucher einen tiefen Einblick in die Geschichte Berlins als Speerspitze der hochkomplexen Kommunikationsblabla Geschwafel etc.
Obiges Exponat steht beispielhaft für die Entwicklung der letzten 20 Jahre und nimmt in seiner visionären Umsetzung bereits vieles vorweg, was uns heute selbstverständlich erscheint.
Das Exponat fand sich noch vor nicht allzu langer Zeit an zahlreichen neuralgischen Punkten der Hauptstadt. Die Benutzung war ganz einfach und auch von zufällig vorbeikommenden Passanten ohne weiteres zu bewältigen. Nötig war nichts weiter als ein Lötkolben, ein Modemstecker und etwas Fingerfertigkeit. So konnte sich der begabte Nutzer durch das Zusammenlöten des Steckers mit obig zu erkennendem Breitbandkabel seine persönlichen, öffentlichen Internetzugang schaffen: Wired LAN.
Verblüffend einfach.
Magie
Mittwoch, 17. September 2008Welche Magie geht von diesem Gegenstand aus.
Brachial nur auf den ersten Blick, eröffnet er dem geneigten Betrachter bei genauerem Hinsehen eine Welt voller Gefühle, Sensualität und Hingabe. Welch erotischer Schwung umspielt die kräftigen Reifen, welch ausdrucksstarkes Profil sucht den Dialog mit dem Betrachter. Die unbändige Kraft des rohen Stahls, überzogen von einem hauchdünnen Makeup in Orange. Verletzlich bei aller Direktheit, sucht zu gefallen auf die ihm eigene rustikale Art. Kokettiert mit seinem Alter (25 - wer hätte das gedacht?) und spielt mit unseren Erwartungen. Schmuckvolle Details, verschämt verborgen hinter der Maske der schieren Gewalt. Fast fleht er um unsere Zuneigung, doch anbiedern braucht er sich nicht. Zu stolz, zu unbändig seine Lebenslust. Schüchtern berühren wir das kalte Metall, fühlen die prägnanten Linien. Die kleinen Fehler, die ihn so sympathisch machen. Und doch müssen wir weiterziehen. Weiter durch die dunkle Nacht. Ach, welch flüchtiges Abenteuer, welch vergängliches Sehnen - es soll nicht sein, dieser Liebe wäre keine Zukunft beschieden.
Doch nie werden wir ihn vergessen, diesen sinnlichen Zauber, der uns für den Moment umfing…
Marktlücke
Mittwoch, 17. September 2008Unter der Rubrik “Erotik, sonstiges” eines bekannten Stadtmagazins fand ich neulich folgendes Inserat:
“Die diskrete Dienstleistung: Anonym, sauber, zuverlässig.
Stundenweise Vermietung von Geräten zur Ausübung der geschlechtlichen Vereinigung. Garantiert nur standfeste Geräte. TÜV-geprüft. Mitzubringen: Handtücher. Kaution 100 €. Jetzt spezielle Einführungsangebote! Achtung: Verhütungsmittel und Hygieneartikel sind nicht im Preis enthalten.”
Tage wie dieser
Dienstag, 16. September 2008Tage wie dieser sind dann einfach vorbei,
wenn man sich in sein Bett legt und eingeschlafen ist.
Das ist gut so, denn dann kann ja ein neuer Tag wie dieser beginnen,
wenn man aufwacht und aus dem Bett steigt.
So geht das dann weiter und irgendwann bleibt man dann einfach liegen.
Neue Wörter braucht das Land: Drailing
Samstag, 06. September 2008Eine neue Wortschöpfung hat die deutsche Sprache erreicht: drailing. Das ist die sprachliche Verschmelzung für die betrunkenen E-Mail-Schreiber, die uns Nacht für Nacht nerven, das drunken mailing. Auf diese Weise sind aber wunderbar viele neue Wortungetüme denkbar. Zum Beispiel: draffiting für drunken graffiti painting, oder drorking für drunken working. Auch droving, drucking oder dristing können schon bald den deutschen Duden bereichern. Ungezählte Möglichkeiten bieten sich, Einfluss auf unsere schöne deutsche Sprache zu finden. Nur eins bleibt - und wir meinen natürlich, dass das ziemlich bedenklich ist - das, was es bisher schon war: Wer nüchtern, aber auch betrunken Auto fährt, ist unisono ein: Driver.
Zutritt
Mittwoch, 23. Juli 2008Informationstechnologie
Mittwoch, 23. Juli 2008Kreativseminare
Mittwoch, 23. Juli 2008Das schönste an Kreativseminaren ist ja, am Montag wieder an seinen zugemüllten Schreibtisch zu kommen, seine 153 mails zu checken und spätestens nach dem ersten nervigen Telefonat alle guten Vorsätze vergessen und den Zustand von vor dem Seminar vollständig wieder hergestellt zu haben. Danke Realität!











