
180Grad
Ein Herz für Waffen
So lautet die neue Kampagne des Forum Waffenrechts, einer Vereinigung der deutschen Waffenlobby nach dem Vorbild der amerikanischen NRA (National Rifle Association). Das Forum möchte hiermit ein junges, urbanes Zielpublikum erreichen.
… um was zu tun? Die Biedermänner von der Waffenlobby und ein street cred tag? Nicht sehr wahrscheinlich … es muss eine andere Erklärung für das Werk geben:

270Grad
Ein bisschen mehr Liebe und Gewalt
Der deutsche Film goes Guerilla Marketing. An ausgewählten Orten in der deutschen Hauptstadts Szenekiezen finden sich scheinbar unzusammenhängende Tags, Poster und Graffiti, die sich sämtlich um die großen Themenfelder Liebe, Tod und Spass dabei drehen. Sie sind alle Teil einer Pre-Shooting Kampagne der Produktionsfirma “Eichen, Laub und Kreuze” aus Berlin Köpenick, die uns schon so große, wenn auch umstrittene Werke wie “Die Flucht vor der Flucht” und “Ostraum” kredenzte.
“Ein bisschen mehr Liebe und Gewalt” ist das deutsche Remake von “Love and a .45″, eines trashigen und blutigen Roadmovies aus dem Jahre 1994, das demnächst in der Hauptstadt gedreht wird. Der Film spielt in den letzten Monaten des III. Reiches in Berlin und ist mit Sonya Kraus, den Wildegger Herzbuben und den Überresten von Jörg Haider in den Hauptrollen ebenso prominent wie ambitioniert besetzt. Gedreht wird ausschliesslich in einer aus Leberkässcheiben und getrocknetem Sauerkraut bestehenden, detailgenauen Nachbildung von Hitlers Reichskanzlei.
… puuuhhhh, da gingen aber reichlich die Pferde durch: Jörg Haider, Hitlers Reichkanzlei, Sauerkraut? Alles wegen dieses dichotomischen Bildensembles? Vollkommen vergallopiert. Auf ein Neues:

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Liebe ist “porno”, Glaube ist “die Bombe”
Jesus ist out, Glaube war gestern. Immer weniger junge Menschen interessieren sich für die Angebote der beiden großen, christlichen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Die Botschaft dringt nicht mehr zu den Kids durch. Jetzt unternimmt eine Berliner Freikirche einen Anlauf, die Jugendlichen da abzuholen, wo sie ihre Freizeit verbringen: auf der Strasse. Nach etlichen Umfragen in Berliner Schulen wurde schnell ersichtlich, dass die 10 Gebote bei den Heranwachsenden als “voll psycho” und die Bergpredigt als “total emo” eingeschätzt und somit voll “gedisst” werden.
Die neue Kampagne wählt nun eine zielgruppenkonforme Ansprache. Neben dem obigen Plakatensemble gibt es u.a. auch noch Tags mit Maria Magdalena im bitch look und Egoshooter Games wie old school testimony in denen die Gamer gegnerische Armeen ertränken, Brüder meucheln und Verräter zu Salzsäulen triggern können.
Nochmal zum Anfang?