Rotwein hilf!

Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
03. November 2009 um 14:27

Die Schweinegrippe epidemiert. Ja, selbst die normale Grippe hat uns fest im Griff. Wer sich am Arbeitsplatz umschaut, sieht überall leere Stühle. Krankmeldungen über Krankmeldungen verschrecken die Bürochefs. Da macht uns eine Meldung aus dem Weingau Rheinland-Pfalz wieder Hoffnung: In 100.000 Flaschen argentinischen Rotweins der Marke “Villa Atuel 2008 San Rafael, Syrah Merlot, Argentina” wurden jetzt Antibiotika entdeckt. Es handelt sich offenbar um die Substanz Natamycin, gegen die kein Pilz gewachsen ist. Eine sensationelle Entdeckung. Können wir etwa künftig mit Rotwein heilen?, dürfte sich auch das für Grippeepidemien zuständige Berliner Robert-Koch-Institut fragen. Jedenfalls haben Forscher herausgefunden, dass keine Gesundheitsgefahr von dem Wein ausgeht. Dafür ist aber auch die heilende Wirkung durch den Alkohol etwas gemindert. Wir meinen trotzdem: Dieser Wein muss auf den Krankentisch!

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Tag der Deutschen Einheiten

Author: Budos (Weitere Beiträge von Budos)
03. Oktober 2009 um 17:35

Sie haben darum gekämpft vor zwanzig Jahren. In der Heldenstadt Leipzig und am Alex. Sie haben mit friedlichen Mitteln gekämpft - ausdauernd, zielgerichtet, gemeinsam. Die erste erfolgreiche Revolution auf teutschem Boden. Bewunderung! Respekt! Beifall!

Und was wollten sie damals, die Demonstranten in Ostdeutschland? Sie wollten die Einheit, nicht irgendeine - die Deutsche Einheit wollten sie!

Pech nur, dass wir im Westen sie schon hatten, die Einheit! Sie war hart, sie war gut, sie war unser! Die (west-)deutsche (Währungs-)Einheit: die D-Mark! Schon vierzig jahre war sie alt, im besten Alter. Strotzend vor Kraft - damals noch … doch dann ging die Einheit auch nach Osten, dann kam der Anschluss. Da war es schon fast vorbei mit der Deutschen Einheit.

Was wenige wissen: die wahre Deutsche Einheit (D-Mark) wurde der falschen Deutschen Einheit (Die Prinzen) auf dem Altar der Europäischen “Balance of power” geopfert. Denn um den Anschluss möglich zu machen, musste Kohl gegenüber Mitterand versichern, dass er auf die starke D-Mark verzichten werde und somit dem Euro den Weg freigemachen würde.

Und was feiert man heute? Den Anschluss, den Teuro, die Prinzen? Antworten bitte nicht an uns.

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Inhalt, Form und tiefer Schlaf.

Author: jorge (Weitere Beiträge von jorge)
26. September 2009 um 15:44

Warum, warum steht hier eigentlich nichts,

aber auch gar nichts,

zum wahlkampf 2009?

was ist geschehen,

dass es hier - an dieser stelle - dazu nichts zu lesen und/oder zu sehen gibt?

ist es deshalb, weil es zur wahl 09 nichts zu hören, nichts zu lesen und nichts zu sehen gab?

kann es sein, dass es keine wahl 09 gibt,

weil hier dazu nichts, aber auch gar nichts steht?

fehlt hier vielleicht der INHALT?

vielleicht…

aber die FORM - die gab es doch, oder? Also, Plakate, Spots, TV-Duelle, gedruckte Programme, Statistiken mit Prognosen, bunte Wahlzettel, gedrucktes Wahlrecht und so.

da ist doch also ETWAS da, was hier hätte stehen können, auch was zum anschauen. ja, auch das.

aber formvollendete inhaltsleere -  das ist einfach zu langweilig. da leg ich mich doch lieber hin.

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Bildungs-Krise! Gelöst!

Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
09. September 2009 um 10:04

Die Misere des deutschen Bildungswesens ist offenbar unabwendbar. Nur diie Türkei, Slowakei, Spanien und Irland geben weniger für Bildung aus. Das ist ein niederschmetterndes Zeugnis politischer Handlungsunfähigkeit. Anstatt Sprüche zu klopfen und immer mehr Geld für Kitas, Schulen und Universitäten zu versprechen, sollten die Länder endlich handeln. In Berlin gehen einige Schulen schon selbst mit innovativen Ideen voran. Einen Beweis lieferte eine Bildungseinrichtung in Tiergarten bei der Einschulung am Sonnabend.

Das gängige ABC ist out - und wird teilweise durch neue Buchstaben des Alphabets ersetzt. Motto: Wenn die Politik nicht zu Potte kommt, machen wir unsere Veränderungen selbst. Ob das umgedrehte C sich allerdings durchsetzen kann, wird der nächste Bildungsgipfel zeigen.

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Dreisatz macht Sinn

Author: jorge (Weitere Beiträge von jorge)
24. August 2009 um 18:43

amok ist koma von rechts.

sknil wird links von rechts,

rechts und links egal bei otto.

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FIFA vor der Spaltung?

Author: don (Weitere Beiträge von don)
22. August 2009 um 20:21

Steht die traditionsreiche FIFA vor dem Aus?

Nach der Krise in der Formel 1 steht jetzt auch der internationale Fußballverband vor der Zerreißprobe.
Gut unterrichtete Kreise berichten von heftigen internen Streitereien.
Kritiker innerhalb der FIFA fordern jetzt ein Machtwort von Präsident Blatter, um die brisante Diskussion zu beenden.
Beobachter prognostizieren bereits seinen  Rücktritt, sollte es ihm nicht gelingen, den Konflikt rechtzeitig vor der Fußball-WM 2010 in Südafrika beizulegen.
Das das größte Sportereignis des nächsten Jahres wäre in ernster Gefahr.
Ausgangspunkt des Streits sind die unterschiedlichen Vorstellungen, was den offiziellen Spielball des Turniers angeht.
Bislang fand sich für keinen der eingereichten Vorschläge eine beschlussfähige Mehrheit.
Einem nicht genannten Insider gelang es jetzt, ein streng geheimes Foto der noch in der engeren Auswahl befindlichen Bälle an die Presse zu schmuggeln.
Doch urteilen Sie selbst:

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Das erste Zwitschern

Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
29. Juli 2009 um 7:08

Überflüssig, propagandistisch, gefährlich - so wird Twitter von seinen Kritikern gesehen. In der Tat ist vieles, was sich dort findet, einfach unnötig und belanglos. Allerdings saß ich während der Tour de France doch recht gebannt vor den Beiträgen von Lance Armstrong und Levi Leipheimer, die die jeweiligen Etappen kommentierten. Dabei hat diese Form der einseitigen Kommunikation, vor allem wenn man sich kritischen Fragen ansonsten verweigert, schon die Form von AgitProp.

Verrückt sind die Einträge von Else Buschheuer und Comedian Michael Kessler, die aber immerhin leidenschaftlich am Zwitschern festhalten und offenbar gar nicht mehr aufhören können. Von unserer politischen Elite twittern ja nur wenige, der Rest ist Fake: Müntefering, Pofalla, Gysi. Spaßvögel verbergen sich dahinter. Der größte Komiker allerdings verbirgt sich hinter dem Namen Lothar Matthäus. So schlicht ist nicht einmal der wahre Lothar. Oder doch?!

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Rasender Stillstand - unterwegs in der Hauptstadt der Herzen

Author: Budos (Weitere Beiträge von Budos)
20. Juli 2009 um 16:34

rasender-stillstand_3

Willkommen in Berlin! Sie sind Tourist. Halt, nicht gleich entschuldigen. Das ist gar nicht so schlimm wie Sie denken. Der Berliner kann Sie zwar per se nicht leiden (denn SIE sind ja kein Berliner, soviel steht schon mal fest), doch will er nur Ihr Bestes - ja, genau: Ihr Geld will er. Also sind Sie hochwillkommen. Dummerweise geben Sie Ihr Geld ja nicht gleich einfach an die hilfsbedürftigen Ureinwohner ab, Sie möchten auch etwas dafür bekommen. Sie wollen die modernen Verkehrsmittel einer echten Metropole nutzen, um die unzweideutig reichhaltigen Sehenswürdigkeiten der teutschen Hauptstadt kennenzulernen. An sich eine gute Idee. Aber wie wollen Sie dahinkommen?

1. Möglichkeit - das Taxi
Das wird Ihnen gefallen, wenn Sie auf gut abgehangenes Soziologenseminarlatein der späten Siebzigerjahre stehen und Ihnen ansonsten der Geruchssinn durch einen schrecklichen Unfall geraubt wurde. Für alle anderen: nicht zu empfehlen.

2. Möglichkeit - das Mietrad
Das wird ihnen gefallen, wenn Sie ansonsten gerne mit dem Tretboot die Niagara-Wasserfälle runterfahren. Denn Sie sind eindeutig Gefahrensucher und Lieblingsopfer von Busfahrern, Trams und des natürlichen Rollfeindes aller Touri-Radler: des Berliner Radlers, der James Caan in Rollerball aussehen lässt wie Oma Käthe beim Begonienschneiden. Für alle anderen: nicht zu empfehlen.

3. Möglichkeit - der öffentliche Nahverkehr
Berlin hat ein dichtes U-Bahnnetz. Das ist auch gut so. Weniger gut für Touristen: in den Sommermonaten wird gebaut … und gebaut … und nochmehr gebaut. Natürlich fährt immer genau die U-Bahn die man gerade braucht genau ausgerechnet heute nicht. Es versteht sich, dass es keine Hinweisschilder in Fremdsprachen gibt, es sei denn man erkennt Hochdeutsch in Berlin richtigerweise als solche an (ja, zugegeben: es handelt sich “ein Stück weit” um eine Text-Bildschere, denn in dem obigen Bild gibt es einen englischen Passus. Is aber die ab so lu te Ausnahme. Schwöööre!).

Berlin hat eine fast flächendeckende S-Bahnversorgung. Wenn die S-Bahn denn fährt. Zurzeit steht sie mehr. Denn es fahren gerade mal 30% aller S-Bahnzüge im Moment. Das haben die Tommys und Yankees nicht mal im Krieg mit ihren Bomben geschafft. Respekt, deutsche Bahn.

Berlin hat viele Busse und Trams. Abgesehen davon, dass es sich für Menschen jenseits der Einmetersiebzig fährt, als wolle man unbedingt nochmal im Go-Cart des dreijährigen Sohnemanns Platz nehmen, sind diese Verkehrsmittel tatsächlich verfügbar und fahren … wenn Sie nicht stehen, denn natürlich wird gerade im Sommer an den perfekt gesetzten, neuralgischen Punkten gebaut, was die Asphaltschippe hergibt.

Am Ende ein kleiner Tipp: Versuchen Sie es doch einfach zu Fuss! Zugegeben, Berlin ist nicht Posemuckel. Aber die Stadt erlaufen lohnt sich wirklich. Dermassen entschleunigt lässt sich Berlin ohnehin am besten geniessen. Dieser Artikel ist ein Update zu: Ich bin raus!

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Eine Frage des Selbstbewusstseins

Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
10. Juli 2009 um 11:03

Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat schwer gelitten. Der Irak-Krieg des US-Präsidenten George W. Bush war ein tiefer Einschnitt. Und auch jetzt unter dem neuen Präsidenten sieht es nicht wirklich nach einem Neuanfang aus, wenn sich die Amerikaner eher dem Stil des französischen Präsidenten und seiner Gattin Carla Bruni annähern. Da ist es gut, wenn wir wenigstens in einigen Wirtschaftszweigen den “deutsch-amerikanischen Styl” noch immer hochhalten. Stil ist ja immer auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Neue Kleider, neue Hosen, neue Anzüge, neue Nägel. Wenn unser Verhältnis zu Amerika verbessert werden soll, darf uns eine solche Anschaffung nicht zu schade sein.

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Politisch korrekt

Author: don (Weitere Beiträge von don)
20. Juni 2009 um 11:30

AIDS, Zwangsheirat, Parkraumbewirtschaftung, Altersstarrsinn, Weltwirtschaftskrise, Bayern München, Servicewüste, Gesundheitssystem, Abwrackprämienchaos, Hartz IV, Haarausfall, Telefontarife, Reformstau, Ampelphasen, Neonazis, Autobahnraststätten, Klimaschutz, Frühaufsteher.
Na, die haben sich ja was vorgenommen…

Aber: Versprochen ist versprochen:

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