Author: jorge (Weitere Beiträge von jorge)
07. Juni 2009 um 13:40
Sonntags, Innsbrucker Platz. Kein Ort von dem man vermuten kann, dass sich genau hier die Krise abspielt und die Lösung so tief liegt.
Wo sind die Konsumenten, die so dringend gebraucht werden um Karstadt, Porsche und Opel zu retten? Sie sind HIER!

Unglaubliche Szenen spielen sich bei L* ab: Rentner und Arbeitslose rotten sich am Sonntag auf, um einen Laden zu plündern. Dieser befindet sich unterirdisch, versteckt und so sicher wie ein Atombunker. Im Laden herrscht Chaos. Neonlicht, subtropische Temperaturen - der Laden ist um 12:20 MEZ definitiv überfüllt. Dem Eindruck nach fallen die Konsumenten in 2 (und eine Teil-)Gruppen, die gegensätzlicher nicht sein können:
Gruppe 1: junge, internationale Kampfkäufer, die auf pure Menge aus sind. Unter 2X6X1,5 Liter Trägern mit Noname-Cola verlässt keine Achtjährige den Laden.
Gruppe 2: ältere, einheimische Kampftrinker, die auf Alkohol mit lustigen Farben aus sind. Unter 2 Flaschen “blue currazione” oder “violett spirit” verlässt kein 72 jähriger den Laden.
Dazwischen eine Zwischengruppe, schwer zuzuordnen. Heute eindeutig ein übergewichtiger Wars & Warriors-Spieler auf Entzug. Adäquat dem virtuellen Treiben daheim in der Dunkelkammer, bietet ihm der Laden alles, was im Spiel so real daherkommt. In seinem Tragekarton (Einkaufswagen sind alle im Betrieb): eine Sorte Chips (7 Packungen) und eine Sorte Schoko (ca. 24 Tafeln). Seine Ration für eine Stunde.
Der erleuchtete Beobachter versteht nun den Kern der Wirtschaftskrise.
Der Konsument sucht den Schutz eines unterirdischen Bunkers, um seinen Konsumrausch beinahe unbemerkt ausleben zu können. Hier noch Filialen von Karstadt oder Porsche - es gäbe die Krise nicht mehr! Denn die Lösung der Krise ist ganz einfach - alle Konsumtempel in die Tiefe legen und den dann oben gewonnenen Platz (Rückbau aller Kaufhäuser und Shopping Malls) für Parkplätze nutzen. Außerdem konsequent nur noch sonntags öffnen. Die so erzeugte unterirdische Kaufatmosphäre wird zu sehr schnellen Kaufentscheidungen aller Konsumenten führen - das Geld sitzt in solchem Chaos schon aus reinem Überlebenstrieb sehr locker.
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Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
22. Mai 2009 um 16:49

Soso, nun war also auch noch der Polizist, der Benno Ohnesorg erschoß, in der Stasi. Die Geschichte der Studentenbewegung muss umgeschrieben werden. Und nicht nur die. Was ist mit dem neuerlichen möglichen Abstieg von Borussia Mönchengladbach aus der Fußball-Bundesliga? Da hat doch die Stasi ihre Hände im Spiel. Oder was ist mit dem Ölpreis, der gerade dafür sorgt, dass wir uns beim Benzin dumm und dusslig bezahlen? Was mit Horst Köhler, der wohl wieder Bundespräsident wird. Und was vor allem war mit Winnie Schäfer, der Berlins Lieblings-Fußballverein Tennis Borussia fast in den Ruin trieb. Alles: Stasi Stasi Stasi. Endlich gibt es eine Erklärung für die Grausamkeiten des Lebens.
Tags: Physik, Schäfer, Stasi
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Author: jorge (Weitere Beiträge von jorge)
16. Mai 2009 um 18:01
Endlich - Deutschland siegt souverän im Song Contest mit dem Duo Hoppi und Poppi vor starken Konkurrenten aus Belgien und Albanien!
Der Song Contest in Tiflis war zwar von einem Nato-Manöver akkustisch zeitweise gestört, aber letztendlich konnten die tieffliegenden Jets nichts gegen den satten Sound von Hoppi und Poppi ausrichten.
Mit dem Lied “Hoppeldipoppel” gelang es - nach dem legendären Erfolg von “Ein bißchen Frieden” von Nicole - der deutschen Band “Hoppi und Poppi”, mit ihrem klaren Televoting-Sieg Europa und den Rest der Welt von der schlichten Eleganz der deutschen Leidkultur zu überzeugen.
Hier Hoppi und Poppi bei ihrem Auftritt in Tiflis - trotz Nato-Manöver im Glückstaumel für Germany - wie schön für unser nationales Ego!

Tags: Eurovision, Song, Tiflis
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Author: Budos (Weitere Beiträge von Budos)
24. April 2009 um 10:27

fruhlingsgefuehle-bluehen-auf
Was für ein Frühling! Alles blüht, die Sonne lacht, die Röcke werden kurz, die Augen groß und die Herzen weit. Amor bestückt seinen Köcher, Pheromone tränken die Luft mit ihrem verheissungsvollen Äther. Und einige Jungs (und Mädels) packen jetzt wieder den ganz großen Bagger aus.

love is all around
Jetzt ist die Zeit in der alle 27 Sinne (danke, Kurt Schwitters) auf vollen Touren laufen. Die Menschen treibt es vor die Tür, ins Grüne und mitten hinein ins Balzverhalten.

Wohin man auch schaut, es gibt nur ein Thema.

Wirklich nur ein Thema.

Flirten, angraben, anbaggern. Das ist das große Spiel. Doch manchmal wird es auch übertrieben. Schockierende Bilder aus dem letzten Jahr belegen, wie das wilde Anbaggern wirklich tiefe Furchen in Berlins Mitte hinterlassen hat.

Der Beweis:

Tags: Anbaggern, Berlin, Frühlingsgefühle, Liebe, Mitte
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Author: jorge (Weitere Beiträge von jorge)
12. April 2009 um 11:51
Enten sind akut vom Aussterben bedroht!
Der BILD-Beweis:

Entenweibchen hat …
… keine Lust auf Erpel….

Die Folgen werden fatal sein. Keine Entenfütterung mehr, kein fröhliches Geschnatter, keine Entenjagd.
Auch die Deutschen sterben übrigens aus, Brandenburg macht den Anfang…
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Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
09. April 2009 um 14:22

Die Fastenzeit ist eine schlimme Zeit. 40 Tage darben. Verzicht auf Alkohol, Schokolade, Geschlechtsverkehr oder Zigaretten. Das kann an die seelische Substanz gehen, denn wer fastet, der leidet. Dass das Fasten aber auch körperliche Schädigungen hervorrufen kann, gilt bei den Muslimen lange schon als ausgemacht. Wer das Gefühl hat, seine Krankheiten würden sich verschlimmern, der darf das Fasten brechen. Im Koran heißt es dazu: „Gott verlangt von keiner Seele mehr, als sie ertragen kann.“
Diese weise Regel ist in der Bibel nicht bekannt. Im Gegenteil: Die Christen haben in den vergangenen Jahren das Fasten als moderne Entschlackungskur von den Verwöhnungen des Alltags neu erfunden. Diese bewusste Einschränkung soll in erster Linie eine Schulung des Geistes bewirken. Früher wurde das verlacht. Heute ist das Fasten “in”!
Nun neigen sich die 40 Tage asketischen Daseins dem Ende zu. Morgen ist Karfreitag, ab 0 Uhr darf der Körper wieder geschädigt werden. Einige sehnten diesem Moment mit feuchtem Mund entgegen. Selten waren die Fastenden in unserem Umfeld so oft krank wie jetzt. Die Blinden werden also wieder zu Sehenden. Die Verschnupften zu normalen Menschen. Wodka, Sex und Brötchen - wohl bekomms!
Übrigens: Ganz so vernünftig geht es bei den Moslems nun doch nicht zu. Während des Ramadans, wo nur nachts gegessen werden darf, das beweisen Studien, steigt der Konsum um ein erhebliches gegenüber den Zeiten außerhalb der Fastenzeit.
Tags: Fasten, Ramadan, Sex
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Author: Budos (Weitere Beiträge von Budos)
31. März 2009 um 16:41

How long is now
Ein kurzer Moment, ein Augenblick, wir nennen es die “Gegenwart” oder das “Jetzt”. Aber ist es das wirklich? Können wir es auch als solches wahrnehmen? Ist nicht schon in dem Moment des Gegenwärtigen Zeit vergangen, bevor wir uns dem Jetzt überhaupt gewahr werden? Und ist es damit nicht schon Vergangenheit? Schlimmer noch UNSERE Version der Vergangenheit, weil wir den Moment nur aus unserer Perspektive und kontextuell wahrnehmen können oder besser sequentiell. Denn für uns ist die Zeit kein stetiger Fluss, sondern eine Zusammenfassung von Wahrnehmungshäppchen, die wir letztlich nur “historisch” betrachten können.
Also was ist das Jetzt und wie lange dauert es?
In der Wahrnehmungsforschung ist es Konsens, dass der Mensch 3 Sekunden benötigt, um die Gegenwart wahrzunehmen. Alle drei Sekunden fragt das Gehirn also ab, was es neues gibt. Diese episodenhafte Abfolge wird dann im Hirn montiert und so ein Zeitfluss konstruiert. Der Münchner Gehirnforscher Ernst Pöppel beschreibt, dass sich der Mensch gewissermassen durch die Zeit stottert.
Aber widerspricht das nicht unserer täglichen Wahrnehmung, wie wir Menschen interagieren? Im Strassenverkehr, im Sport, in Diskussionen, wie können Menschen “geistesgegenwärtig” aufeinander reagieren? Wahrscheinlich gar nicht. Wenn man einmal überlegt, wie oft Menschen während eines Gespräches aneinander vorbeireden, so kommt man schnell auf den Gedanken, dass der einzelne nur Wahrnehmungen zeitlich vorherliegenden Ursprungs verarbeitet hat und in der Replik auf soeben Gesagtes quasi blind und taub ist. Soviel zur Wahrnehmung.
Doch kann man den Moment leben?
Ja. Wenn man Afrikaner ist. Oder wenigstens aus dem Mittelmeerraum kommt. Hier wird das Jetzt gelebt, ausgenutzt bis in den Nanobereich und permanent gefeiert. Wir Deutsche sehen die Gegenwart immer im Kontext der Bewältigung von Vergangenem UND GLEICHZEITG der Planung des noch zu Erledigenden. Wir sind eigentlich nie im Jetzt angekommen (sportliche, sexuelle und drogeninspirierte Extremumstände einmal ausgenommen)! Wir klammern es aus, weil wir zu busy sind, das Morgen zu planen, so vergessen wir das heute (das Jetzt ist für uns ein “flüchtiger Augenblick”, quasi ein Ausbrecherkönig der Gegenwart).
Die Tatsache, dass ich hier über die Gegenwart philosophiere und mich nicht seelebaumelnd dem Jetzt hingebe, weist mich als Zugehöriger des eben beschriebenen Kulturkreises aus. Ich bin Teil des Problems, aber wie kann ich Teil der Lösung sein? Wenn es - ganz unpathetisch gemeint - etwas gibt, das wir unseren Kindern mitgeben sollten, dann das einfache, kontextlose, frei schwebende Auskosten des Moments. Kinder müssen das nicht lernen. Sie machen das nämlich ganz automatisch. Doch in der Knochenmühle des Lebens wird es ihnen Stück für Stück abtrainert. Und was Hänschen noch kann, lernt Hans nimmermehr.
Tags: Deutsch, Gegenwart, Jetzt, Kind, Mittelmeer, Wahrnehmung, Zeit
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Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
13. März 2009 um 8:30

1.) Karneval, Rosenmontag, Fasching - das war noch nie lustig
2.) Muttertag - wegen des Erwartungsdrucks
3.) Christi Himmelfahrt - was ist das eigentlich?
Tags: Ekel Alfred, Fasching, Muttertag
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Author: Budos (Weitere Beiträge von Budos)
09. März 2009 um 19:14

Kein Sex in Rangsdorf
Zunächst einmal ein kurzes aber kräftiges Chapeau! für die Initiatoren der Kampagne “Kein Sex mit Nazis”. Sie wollen das Gute, sie wollen das Richtige. Und das ausgerechnet auf der braunen Scholle der Mark Brandenburg. Respekt!
Doch mal angenommen die holde, märkische Weiblichkeit hält sich an die Vorgabe. Kein Sex mit den Bräunlingen, also auch kein Nachwuchs in diesem ansonsten konstant steigenden Bevölkerungsteil. Brandenburg, das schon heute an den Rändern langsam hinwegsiecht, könnte zu einer öden, leeren Sandwüste verkommen.
Was meinen Sie? Gar nicht so schlimm? Ist doch heute auch schon sterbenslangweilig im Lande? Und immerhin wären wir die Neonazis in diesem Bundesland dann perspektivisch los?!
Jetzt, wo Sie’s sagen. Weitermachen (mit Aufhören)!
Tags: Brandenburg, Nazis, Sex
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Author: toni (Weitere Beiträge von toni)
04. März 2009 um 12:40

Die fliegende Bierflasche hat das spanische Festland erreicht. Auf ihrem Flug über Europa hat sie in Andalusien stopp gemacht, wo, wie hier, Warnzeichen vor dem Flugobjekten am Strand hängen. Fliegende Bierflaschen haben eine lange Tradition. Betrunkene haben früher ihre Flaschen gegen Sachobjekte geworfen, um ihrem Frust Ausdruck zu geben. Zum Beispiel gegen Häuserwände - auch gegen die des Vermieters. Neuerdings richten sich Flaschenwürfe allerdings meist auf bewegliche Ziele. Erst vor kurzem sind im hessischen Korbach Pferde auf einer Koppel mit Bierflaschen beworfen worden. Seit einiger Zeit hat es sich vor allem am Mauerpark in Mitte zu einem Ritual entwickelt, die Walpurgisnacht mit fliegenden Bierflaschen gegen Polizeibeamte zu begehen. All dies kann eines nicht verdecken: Fliegende Bierflasche hin oder her - von allein fliegend ist sie bisher noch nicht gesichtet worden.
Tags: Bierflasche, Ritual, Tradition
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