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Antizyklische Kulinarien

Freitag, 12. Dezember 2008

Gänsebraten, Rotkohl, Klöße.

Das muss nicht sein – zumindest nicht immer.

Gehen Sie doch einmal ungewöhnliche Wege zum Fest.

Menuevorschläge der renommiertesten deutschen Küchenchefs lassen Gourmetherzen über die Feiertage höher schlagen.

Diese Woche:

Würzig gegrillter Schweinebauch im Wurstdesign an einer Ketchupkomposition von Tomaten, zärtlich umhüllt von krossem Weißmehlbrötchen. (Trocken, ehrlich, zäh.)

Dazu frisches handgezapftes Premiumpils im mundgeblasenen Krügerl. (Süffig.)

Sehr zum Wohl.

Und nächste Woche verraten wir Ihnen die politisch korrekte Alternative zum Schokoladenweihnachtsmann…

Brötchen ohne Unterlaib - überall ist oben

Mittwoch, 30. Juli 2008

Ja, richtig. In Wahrheit sind das die beiden oberen Brötchenhälften zweier Brötchen.

Nur noch die obere Hälfte, ist das ein futuristischer Ausblick auf die dann vollends auf den Kopf gestellte Bevölkerungspyramide des Schwellenlands Deutschland? Oder ein Verweis auf die libidofeindliche Lebenswirklichkeit des modernen, arbeitsgeteilten Kopfmenschen? Mitnichten, hier geht es um viel mehr: das gute, alte Brötchen wird revolutioniert. Die Unterhälfte wurde entbehrlich (quasi margarinisiert) und jetzt ist sie ganz futsch. Wir verdanken diese Erfindung der Doppelspitze unter den Backstücken einer im Personalbereich freiberufelnden Niedersächsin aus dem überschaubar schönen Edemissen (Kreis Peine): jawohl, die revolutionäre Supersemmel ist geboren!

Halbschlafgespräche mit der besseren (oberen?) Hälfte haben jetzt - “Göttin sei dank” wie viele zugetextete Morgenmuffel, gernzeitungslesende Ehemänner und Lebensabschnittsübergangspartner finden werden - noch ein Thema weniger am Frühstückstisch: “Die letzte Oberhälfte gehört mir!” “Ich esse NIEMALS mein sauerverdientes Nutellabrötchen mit der profanen Schrippenunterseite!!” “Beim Sex bin ich doch auch oben!!!” und wie die quergemütslaunigen Verbalverpuffungen noch so lauteten - vorbei, verjährt und bald vergessen.

Jetzt ist überall oben, das Ende der morgendlichen Hierachien ist eingeläutet. Nachdem bislang die skandinavische Lösung (Knäcke) als extrem flachhierarchisches Modell weltweiten Erfolg verbuchen durfte, kommt jetzt also die “Haute Baguette” in den Brotkorb. Ganz standesgemäß frohlockt Erfinderin Martina Wrede unter anderem in der Allgemeinen BäckerZeitung: „Für mich ist das auch ein Lebensgefühl, nur Oberhälften zu essen” Jaha, das hört sich doch gleich nach Golfclub, Trendsportwagen und alpinem Zweitsommerwohnsitz an. Das Brötchen als Lifestyle-Accessoire bald auch in anthrazitschwarz (zu lang im Ofen) oder smaragdgrün (zu lang im Brotkorb)

Wenn überall nur oben ist und auf das Unten ganz verzichtet wird, wo bleibt da eigentlich die Mitte? Die geht natürlich in die Extreme!

Aber egal ob mit oder ohne untere Hälfte, eines gilt natürlich immer:
Sonntags keine Brötchen!

Schlichte Wahrheiten und Allgemeinplätze

Freitag, 06. Juni 2008
  • Der gute alte Paartanz kommt wieder.
  • Ein Paar Wiener bitte. - Senf und Brötchen?
  • Ich bin schon zweimal durch die Fahrprüfung gefallen.
  • Theoretisch hat jeder Mensch einen Doppelgänger - irgendwo auf der Welt.
  • Die Entdeckung der Doppelhelix im Jahre 1953 markiert den Beginn der modernen Genetik.
  • Mit dem Maserati Biturbo wollte sich das Unternehmen Anfang der 80er neue Käuferschichten erschließen.
  • Verbod fietsen en bromfietsen te plaatsen.

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