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MONOTION – laufen dürfen machen wollen.

Mittwoch, 17. Februar 2010
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Der tragische, quasi-sysiphonische Held stemmt sich in seiner ganzen Vitalität gegen den sozial und ökonomisch vorgegebenen, strukturellen Rahmen, ohne seinem unverschuldeten Schicksal letztlich entkommen zu können.

Mit seinen virtuos gesetzten, perpetuierenden Schleifen schafft der Filmemacher eine gelungene Metapher für die ebenso lebensfeindliche wie sinnlose Beschaffenheit des modernen, urbanen Lebens.  Ihm gelingt somit ein schonungsloser Kommentar zu unserer aktionistischen, leerlaufenden, sich in Wiederholungen und Ritualen erschöpfenden Alltagswelt des beginnenden 3. Jahrtausends. Unterstrichen wird die ganze schicksalhafte Ausweglosigkeit des Protagonisten durch den radikal-brachialen, an die frühen Neubauten erinnernden industrial-soundtrack von  “Irreparable Schäden”.

Der Film zwingt uns zur Aktion. Wir können nicht stehen bleiben, denn Musik und Bild treiben uns voran. Was aber steckt dahinter?

Wir können uns dem tieferen Sinn nur nähern, wenn wir eine freud’sche Deutungssicht einnehmen – zu komplex ist die unendlich seiende Motivation des Helden…
Monoton scheint sich der tragische Held diesem ewigen Antreiber, das ES, zu ergeben. Doch HALT: Automatisch ausgelöst durch eine antizipierte Belohnung durch das über der Szene schwebende - “Über-Ich” sorgt dieses für eine Gesundung des eigentlichen ICHs. Gefahr droht diesem nur noch durch die Farbe ROT – dieser ewige imaginäre und unsichtbare Antagonist. Eine Fortsetzung scheint also geplant…


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