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Berliner Trends: Freizeitoasen von morgen

Samstag, 01. November 2008

Die zu erwartenden negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft Berlins und die fortschreitenden Kürzungen in den Budgets des Berliner Senats und der Bezirke erfordern ein Umdenken in der Freizeitgestaltung der hauptstädtischen Bevölkerung. Less is more, Energieverschwendung ist mindestens Mord an der Zukunft unserer Kinder und sexy Armut ist quasi Kernkomptenz Berlins.

Also ist Innovation und Mut zur Lücke angesagt. Das neue Spassbad Invalidenoase (Foto) im Herzen der Hauptstadt ist ein guter Beleg dafür:

  1. nachhaltige Ressourcennutzung (topinnovative Solarenergie sorgt für Wassererwärmung, sobald die Sonne scheint; durch erdnahes luftgefiltertes Regenwasser ist der Invalidenpool ruckzuck planschbereit).
  2. kostenextensives Bereitstellungs- und Erhaltungsmanagement (bei der Erschliessung, Fertigung und Verrotung werden nur 1-Cent-Jobber eingesetzt).
  3. konsequent nachhaltiges Brachendesign (als Erprobungsraum für die schrittweise Re-Naturierung des Tempelhofer Flugfeldes zum Unterjura Regenwald).

Wie gestern kein Senatssprecher mitteilte, ist das Spassbad im oberen Preissegment angesiedelt und richtet sich primär an Elendstouristen, Pornoschwaben und Brandenburger Tagesgäste.


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